Colorektale Carcinome (Krebserkrankungen des Dick- und Mastdarmes) sind zurzeit in Deutschland bei Männern die dritthäufigste und bei Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung. Die unterschiedlichen Behandlungsstrategien - operativ, strahlentherapeutisch und chemotherapeutisch – konnten im Laufe der Jahre immer effektiver verbessert werden. Damit die Ergebnisse der interdisziplinären Behandlung derartiger Krebsfälle weiter kontrolliert und verbessert werden können, hat die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) nach dem Vorbild anderer schon anerkannter Organtumorzentren jetzt im Speziellen die Einrichtung von Darmzentren vorgesehen.
Hierfür hat die Deutsche Krebsgesellschaft einen Anforderungs- und Ablaufkatalog entworfen, der als Voraussetzung zur Anerkennung zum Darmzentrum im jeweiligen Krankenhaus abgebildet sein muss. In der Zertifizierung von Darmzentren werden die Leistungsfähigkeit und auch die Qualität der Behandlung am Besten abgebildet. Die notwendigen, sehr strengen Kriterien zur Zertifizierung werden von der Zertifizierungsstelle ONKOZERT geprüft. Gleichzeitig bedarf es einer Abteilungszertifizierung nach DIN EN ISO 9001 - 2008.
Traditionsgemäß hat das St.-Elisabeth Krankenhaus Geilenkirchen ein großes Klientel an Patienten mit Darmkrebserkrankungen - von der DKG ist eine Mindestfallzahl von erstbehandelten Fällen vorgesehen, sowohl für Dickdarm als auch Enddarmkrebs. Diese Fallzahlen werden vom St. Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen mehr als erfüllt. Auch ist das Krankenhaus bereits seit Jahren dem Westdeutschen Darmzentrum (WDC) im Rahmen der Tumordokumentation angeschlossen. Das WDC vergleicht die Behandlung der Darmkrebserkrankungen im St. Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen bundesweit mit anderen Krankenhäusern bezüglich der Behandlungsqualität. Die Gastroenterologie und Viszeralchirurgie erfüllen alle notwendigen personellen als auch inhaltlichen Anforderungen und Prozessbestandteile für die Zertifizierung als Darmzentrum.
Das Darmzentrum des St. Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen ist am 18.12.2009 erfolgreich nach den Qualitätsrichtlinien der DIN EN ISO 9001 - 2008 und den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. OnkoZert zertifiziert worden.
Es ist damit das erste anerkannte Darmzentrum in unserer Region, welches die in den durch die Deutsche Krebsgesellschaft festgelegten "Fachlichen Anforderungen an Darmzentren (FAD)" definierten Qualitätsrichtlinien erfüllt.
Der Leiter des Darmzentrums ist Herr Dr. med. Günter Haselow, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie. Die stellvertretende Leitung hat Herr Dr. med. Manfred Nebeling, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie übernommen, als Koordinator des Darmzentrums steht Herr Dr. med. S. Hansen, Ltd. Oberarzt, zur Verfügung und die Funktion der QM-Beauftragten nimmt Frau Andrea Kuhn wahr. Der Vorstand des Darmzentrums wird gebildet durch Herr Dr. med. G. Haselow, Herr Dr. med. M. Nebeling, Herr Dr. med. K. Tajrobehkar und Herr R. Brudermanns. Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses als umfassendes Qualitätsmanagement wurde eine noch weiter verbesserte Behandlung von Patienten mit colorektalen Carcinomen erzielt.
Mitwirkende und Kooperationspartner:
Dr. med. G. Haselow | Viszeralchirurgie, Proktologie |
Dr. med. M. Nebeling | Gastroenterologie |
Dr. med. K. Tajrobekhar | Hämatologie / Onkologie |
Prof. Dr. med. M. J. Eble | Strahlentherapie |
Dr. med. W. Schaden | Radiologie |
Dr. med. H.-P. Schmitz | Psychoonkologie |
Dr. med. R. Goebels | Pathologie |
Univ.-Prof. Dr. med. K. Zerres | Humangenetik |
Yvonne Soulier | Stomatherapie |
Kurt Groten | Physiothearpie / Rehabilitation |
Hans-Josef Thelen | Selbsthilfe Darmkrebs |
Christine Thöner | Amb. Hospizdienst Camino |
Meinolf Schrage | Seelsorge |
Dr. med. G. Gunesch | Schmerztherapie |